Verkehrsberuhigung für das Strohbergviertel

Warum es dringend eine Verkehrsberuhigung in der Belghofergasse braucht

Zunehmender Autoverkehr als Plage für die Anrainer:innen

Das Verkehrsproblem im Strohbergviertel ist nicht neu. Bereits vor 15 Jahren gab es in dem Gebiet zwischen der Altmannsdorfer Straße und der Schönbrunner Allee ein überproportionales Verkehrsaufkommen, da viele Autos und LKW die dortigen Gassen als Ausweichrouten nutzten. Eine im Rahmen einer Bürger:innenbeteiligung erarbeitete Lösung verschaffte dem Strohbergviertel für ein Jahrzehnt etwas Ruhe vor dem motorisierten Verkehr. Doch damit ist inzwischen wieder Schluss.

Seit der Einrichtung einer Linksabbiegemöglichkeit von der Altmannsdorfer Straße vor rund drei Jahren steigt das Verkehrsaufkommen in der Belghofergasse wieder kontinuierlich. Rund 1200 PKW fahren aktuell pro Tag auf so genannten „Schleichwegen“ durch das Strohbergviertel in Richtung Edelsinnstraße und dann weiter in den 13. und 14 Bezirk. Von den zuständigen Stellen der Stadt Wien und auch seitens der Meidlinger SPÖ wurde das lange abgestritten. Erst durch konkrete und korrekte Verkehrszählungen konnte das tatsächliche Ausmaß dokumentiert werden.

Wir haben im Viertel zahlreiche Hausbesuche gemacht und mit Bürger:innen darüber gesprochen, wo ihnen wirklich der Schuh drückt.

Die Probleme im Detail:

  • Das geltende Tempo 30 wird kaum eingehalten.
  • Durchfahrende LKW verursachen Staus, Lärm und schlechte Luft, und fahren trotz eines zwischenzeitlich verhängten LKW-Fahrverbots weiterhin lautstark durch
das Strohbergviertel.
  • Der Radverkehr wird demgegenüber systematisch behindert
und hat als umweltschonende und auch leise Alternative gegenüber dem motorisierten Verkehr deutlich das Nachsehen.
  • Es kommt immer wieder zu Staubildungen bei der Einmündung der Linkabbieger aus der Altmannsdorfer in die Belghofergasse, weil dort schlichtweg zu wenig Platz für so viel Verkehr ist. Bei jeder Ampelphase können nur circa fünf Fahrzeuge einbiegen. Mehr als 80% davon sind keine Anwohner:innen, sondern fahren nur durch das Viertel durch.

Hier braucht es dringend eine Lösung: Verkehrsberuhigung

Fakt ist: Im Strohbergviertel braucht es dringend Verkehrsberuhigung und mehr Ruhe und Sicherheit für die Anwohner:innen der elf betroffenen Straßenzüge. Bereits seit längerem versucht eine aktive Bürger:innen-Initiative aus rund 30 Anrainer:innen auf die Thematik aufmerksam zu machen und mit konkreten Vorschlägen beim Bezirksvorsteher eine Verringerung der Lärm- und Verkehrsbelastung zu erwirken. Bislang ohne Erfolg.

In den kommenden Monaten soll nun in der Meidlinger Verkehrskommission mit fachlicher Unterstützung durch Expert:innen die Errichtung eines so genannten Supergrätzls diskutiert werden. Zentral ist jedenfalls: Der Bezirk muss die berechtigten Anliegen der Bürger:innen endlich ernst nehmen. Und welche neue Lösung auch immer herauskommt: Es muss verhindert werden, dass sich das Problem, sprich der Durchzugsverkehr, danach in andere Abschnitte des Strohbergviertels oder in andere Wohngebiete Meidlings verlagert.