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Platz für Bäume UND Menschen im Tivoliviertel

Blick auf die gerodete Fläche beim Haus Schönbrunn

Wir fordern Ersatz für 22 gefällte Bäume!

Für den dringend nötigen Ausbau des Caritas-Pflegeheims am Frauenheimpark mussten Bäume gefällt werden. Wir fordern als Ersatz die Pflanzung von neuen Bäumen im gesamten Grätzl.

89 Bäume sind durch das magistrat nachzupflanzen

Wir kämpfen seit Jahren für den Erhalt des alten Baumbestands in Meidling und fordern wesentlich höhere Zahlen an Neupflanzungen, um der Klimakrise entgegenzuwirken. Aber auch qualitative hochwertige Pflege für unsere Senior:innen ist uns wichtig! Diese Interessen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. 

Als Ersatz für die 22 gefällten Bäume (13 aufgrund des Bauvorhabens, 9 wegen Erreichung der Altersgrenze – auch diese müssen ersetzt werden), wurde die Pflanzung von 98 Bäumen verfügt. Neun werden auf dem Areal des Caritas Heims nachgepflanzt. Für die Pflanzung der restlichen 89 Bäume ist nun die Stadt Wien gemeinsam mit dem Bezirk verantwortlich. Denn das magistratische Bezirksamt hat für die restlichen Bäume eine Ausgleichszahlung angeordnet, da diese wegen Platzmangels nicht durch die Caritas selbst umgesetzt werden können. Diese von der Caritas zu leistenden Ausgleichszahlungen gehen zwar an die Stadt Wien, sind aber laut Baumschutzgesetz zweckgebunden und damit ausschließlich für die Pflanzung dieser Bäume zu verwenden.

Dafür bietet sich z.B. die Tivoligasse an – unsere Forderungen findest du hier. Diese wurde kürzlich in Teilbereichen saniert, von neuen Bäumen ist noch nichts zu sehen. Auch in der Aichholzgasse, Bonygasse oder Rotenmühlgasse wären neue Bäume eine wirksame Maßnahme gegen die zunehmenden Hitzesommer.

Wir haben uns im Rahmen der Sanierung des Haus Schönbrunn dafür eingesetzt, dass…

  • der bebaubare Bereich lediglich so ausgeweitet wird, wie es für eine den heutigen Standards entsprechende Pflegeeinrichtung notwendig ist
  • bei der Erstellung des angekündigten Grünraumkonzepts der Altbaumbestand im größtmöglichen Umfang und die öffentliche Zugänglichkeit des Parks jedenfalls erhalten bleiben
  • eine ansprechende Fassadengestaltung mit einer ambitionierten Dach- und Fassadenbegrünung erfolgt
  • die BürgerInnen regelmäßig über den aktuellen Projektstatus informiert werden
  • der Pflege-Standort langfristig abgesichert ist

Info

Das Haus Schönbrunn gilt als ältestes noch bestehendes Seniorenheim Österreichs. Das 1907 als Frauenwohnheim errichtete Haus wird seit vielen Jahrzehnten von der Caritas betrieben. Mit der gut erschlossenen Infrastruktur, einem eigenen Park und der Nähe zum Naherholungsgebiet Schönbrunn erfüllt der Standort ideale Voraussetzungen für ein Pflegeheim. Doch der Bau entspricht den heutigen Ansprüchen nicht mehr: Statt Mehrbettzimmern soll es nun Einzelzimmer, Doppelzimmer sowie vier betreute Kleinwohnungen geben und der gesamte Komplex barrierefrei werden. Auch ein Kindergarten wird im Zubau Platz finden.

Im dicht bebauten Gebiet an der Schönbrunner Straße ist eine Erweiterung nicht so einfach möglich, daher wurde die Grünfläche vor dem Gebäude ausgewählt. Der öffentliche Frauenheimpark bleibt zu 80% erhalten und auch weiterhin für alle Menschen im Grätzl zugänglich.

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