Ein durchgängiger und sicherer Radweg im Wiental?! 

Radweg Wiental.

Um sich auf die steigende Zahl der Radfahrer:innen einzustellen, will die Stadt Wien vermehrt baulich getrennte Radwege errichten.

Die Hoffnung, dass auch die Radfahrer:innen im Südwesten Wiens davon profitieren, wird sich damit jedoch leider nicht erfüllen.

Radfahrer:innen: Bitte warten!

Denn auf den langersehnten, durchgängigen und sicheren Wiental-Radweg, der zügiges Radeln sowohl stadtein- als auch stadtauswärts ermöglichen könnte, heißt es weiter: bitte warten.

Nach dem Bekanntwerden der Pläne können die betroffenen Bezirke Meidling, Penzing, Hietzing und Rudolfsheim-Fünfhaus nur die Köpfe schütteln.

Denn der vermeintliche große Wurf des SPÖ-geführten Verkehrsressorts ist, wie so oft, nicht der große Wurf, sondern bestenfalls eine halbherzige Flickwerklösung.

Flickwerk in den bezirken – von lückenschluss oder rad-highway keine spur!

Beginnen wir in Meidling: Hier wird zwar gerne auf den Radweg auf der Linken Wienzeile verwiesen, jedoch müssen Radfahrer:innen, die aus Meidling kommen, nach wie vor absurde Umwege in Kauf nehmen, besonders seit der gemischt genutzte Geh- und Radweg auf der Rechten Wienzeile durch die Bauarbeiten auf den ehemaligen Kometgründen gesperrt ist.

Die von den Grünen bereits seit langem geforderte Einbahnöffnung in der Schönbrunner Straße zwischen der Rotenmühlgasse und der Ruckergasse wird von der Bezirks-SPÖ leider verhindert.

„Der Radweg auf der linken Wienzeile ist, anders als behauptet, keine Lösung. Für Meidling sind überhaupt nur 175m an neuen Radwegen drin. Und es fehlt nach wie vor eine sichere Süd-West Verbindung“

Tanja Grossauer-Ristl, Klubobfrau der Meidlinger Grünen

Ähnlich sehen dies die Chef:innen der Grünen in Hietzing und Penzing, Christopher Hetfleisch und Anneliese Kästner-Hejda aus ihren Bezirken, die beide im neuen Bauprogramm für Radwege kaum vorkommen.

„Der Wienzeilenradweg muss für die Hietzinger:innen endlich mit sicheren Radwegen bzw. Radfahrstreifen angebunden werden!“, so Hetfleisch.

Ganzjährig befahrbarer Radweg gefordert

Kästner-Hejda ergänzt, dass mit dem Radweg entlang des Wienflusses zwar eine durchgängige Verbindung besteht, die jedoch nur von der Morgendämmerung bis zum Einbruch der Dunkelheit zur Verfügung steht.

„Daher braucht es dringend eine ganzjährig und 24 Stunden befahrbare Alternativroute für Radfahrende“, so die Penzinger Klubobfrau.

Wo bleiben vision und mut für verkehrswende und klimaschutz?

Eine entsprechende Infrastruktur ist eine der wichtigsten Maßnahmen für eine klimafreundliche Mobilität und damit eine gute Investition für die Zukunft.

Diese halbherzige, so genannte „Mega-Radwegoffensive“ zählt eindeutig nicht dazu.

Neben den vielen Details zeigt sich hier bestenfalls und wieder einmal der fehlende Mut der Wiener Stadtregierung, dem Autoverkehr Platz für angstfreies Radeln – für Kindern bis Senior:innen – abzuringen. 

Lokalaugenschein mit dem rad macht sicher

Gerne laden wir laden die zuständige Stadträtin und ihre Mitarbeiter:innen zu einem Lokalaugenschein auf dem Rad entlang der Wienzeile Richtung Hütteldorf und wieder zurück.

Vielleicht würde das ihr Verständnis für die erforderlichen Voraussetzungen einer tatsächlichen Verkehrswende in Wien, für die ihr Ressort maßgeblich zuständig ist, erhöhen.

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