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am 8. Oktober

Bericht über die Meid­linger Be­zirks­ver­tre­tungs­sitz­ung am 21.09.2018

Elena Osenstetter - Zum 3. Mal in diesem Jahr tagte die Bezirksvertretung Meidling. 58 Bezirksrät*innen aus insgesamt sechs Fraktionen stimmen ab, stellen Anträge und Anfragen. Die Tagesordnungen der Sitzungen inkl. aller Anfragen und Anträge stehen als Download auf unserer Homepage bereit.

Die Grünen Meidling haben auch bei dieser Sitzung wieder mehrere Anträge zu den Themen Verkehr und Umwelt eingebracht. Und im Sinne der Informationsfreiheit haben wir auch die Tagesordnung, alle Anfragen und Anträge wie immer hier hochgeladen.

Bereits im Juni stellten wir einen Antrag auf Lückenschließung des Radwegnetzes im Bereich Ruckergasse – Schönbrunner Straße – Bonygasse - Bischoffgasse. In einem Zwischenbericht aus der Verkehrskommission wurde jetzt mitgeteilt, dass die zuständigen Dienststellen über ihre diesbezüglichen Überlegungen in einer der nächsten Sitzungen des Gremiums berichten werden.

Um eine Verbesserung der Radinfrastruktur geht es uns auch in einem neu eingebrachten Antrag bzgl. des Bereichs Eichenstraße – Wilhelmstraße – Flurschützstraße. Aufgrund der großen Bauvorhaben im Bereich Wolfganggasse sowie dem U-Bahn Bau Matzleinsdorfer Platz, erscheint es sinnvoll und kostensparend, schon jetzt bei der zukünftigen Gestaltung der Verkehrsflächen Verbesserungen in der Radinfrastruktur einzuplanen.

Leider gescheitert sind wir mit unserem im Juni eingebrachten Antrag auf einen durchgehenden Radweg an der Kreuzung Längenfeldgasse – Arndtstraße. Die derzeitige Situation zwingt Radfahrer*innen, kurz vor der Kreuzung auf die Autospur zu wechseln, um dann nach der Kreuzung wieder am Radweg weiter zu fahren. Dies ist unserer Meinung nach problematisch und hochgefährlich. Weshalb wir einen durchgehenden Radweg beantragt hatten. Leider wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt. Wir bleiben weiter dran, hier eine sichere Lösung zu finden.

Besucher*innen des Meidlinger Marktes, die mit dem Rad anfahren, werden in naher Zukunft über eine Hinweistafel am Markt informiert, wo sich in nächster Radabstellanlagen befinden. Die Behandlung unseres entsprechenden Antrages hat ergeben, dass es im Umkreis einige Möglichkeiten gibt, das Rad abzustellen, die aber wenig bekannt sind. Wir hoffen, dass somit noch mehr Menschen Freude daran haben, mit dem Rad zum Markt zu kommen. Mit der gleichen Intention stellten wir diesmal einen Antrag auf einezusätzliche Radabstellanlage in der Rauchgasse, Nähe der Meidlinger Hauptstraße. So hätten mehr Einkäufer*innen auf der Meidlinger Hauptstraße die Möglichkeit, bequem und umweltfreundlich mit dem Rad anzufahren und dieses nah am Einkaufsort sicher abzustellen. Dieser Antrag wird in der Verkehrskommission behandelt werden.

Sommerzeit ist Baustellenzeit. Diesen Sommer hat sich mal wieder gezeigt, dass leider bei der Planung vieler Baustellen nicht ausreichend Rücksicht auf Fußgeher*innen und Radfahrer*innen genommen wird. Auf Umleitungen oder notwendige Straßenseitenwechsel wird leider viel zu oft viel zu spät hingewiesen. So kommt es oft zu gefährlichen Situationen für diese Verkehrsteilnehmer*innen. In einem entsprechenden Antrag fordern wir, in Zukunft geeignete Maßnahmen zu setzen, um bei der Errichtung von Baustellen auch den Bedürfnissen von Fußgeher*innen und Radfahrer*innen zu entsprechen.

In einem weiteren Antrag forderten wir dazu auf, den Baumbestand auf der Schönbrunner Straße zwischen Ruckergasse und Grünbergstraße/ Meidlinger Tor zu überprüfen und gegebenenfalls Nach- und Neupflanzungen zu veranlassen. Die Schönbrunner Straße verfügt zwischen Ruckergasse und Meidlinger Tor über eine gut erhaltene Baumallee. Diese Bäume sind ein wichtiger natürlicher Klimaausgleich im dicht verbauten städtischen Gebiet und besonders wichtig für die Lebensqualität der Stadtbewohner*innen. In den letzten Jahren haben allerdings die heißen Sommer, fahrlässiger Einsatz von Streusalz und Unwetter den Alleebäumen zugesetzt.

Auch unser Antrag vom Juni bzgl. der Prüfung zur Einrichtung von Umwelt- und Wettersensoren an Ampeln in Meidling hat zum Ziel, langfristige Lösungen für ein besseres Klima in der Stadt, insbesondere zur Vermeidung von Hitzeinseln, zu fördern. Es wurde berichtet, dass im Umweltausschuss ein Vertreter der zuständigen Magistratsabteilung 33 geladen war, der dankend unsere vorgeschlagenen relevanten Verkehrsbereiche in Meidling aufgenommen hat (z.B. entlang der Ruckergasse, am Dreieck Hetzendorfer Straße / Altmannsdorfer Straße / Breitenfurter Straße, an der Kreuzung Sagedergasse und Altmannsdorfer Straße, an der Kreuzung Grünbergstraße und Schönbrunner Schlossstraße …). Es besteht auch die Möglichkeit, dass Meidling Pilotbezirk dieses spannenden und zukunftsträchtigen Vorhabens wird. Wir bleiben dran!

Zugestimmt haben wir außerdem einem dringlichen Antrag der SPÖ-Fraktion auf Einrichtung eines „Allgemeinen Fahrverbotes an Schultagen zwischen 7:45 und 8:15 Uhr“ auf der Nebenfahrbahn der Längenfeldgasse im Bereich der Volksschule Deckergasse. Ein solches Pilotprojekt „Schulstraße“ gibt es bereits im 2. Bezirk. Das Projekt hat zum Ziel, die Sicherheit der Schulkinder auf den Schulweg zu erhöhen und den Anteil der Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, zu erhöhen. Wenn es sowohl beim Pilotprojekt in der Leopoldstadt als auch hier in der Deckergasse zu positiven Effekten kommt, wollen wir diese Idee weiter ausbauen. Wir sind sehr dafür, dass auch an weiteren Schulen in Meidling die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme geprüft wird und freuen uns über entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung (gerne an meidling@gruene.at).