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am 1. August

Bericht Bürger_Innenversammlung zur Hundewiese

Tanja Grossauer-Ristl - Am 28.6. hatten die Anrainer_Innen der sogenannten „Hundewiese“, einer 38 000 m2 großen Grünfläche in Hetzendorf, Gelegenheit sich aus erster Hand zu informieren. Ein gemeinsamer Antrag der Grünen Meidling und der sozialdemokratischen Fraktion, hatte diese Informationsveranstaltung ermöglicht.

Anlass war die überraschende Einzäunung der Wiese, über die vorher weder der Bezirk noch die Anrainer_Innen informiert worden waren. Die Veranstaltung sollte nun Klarheit über die weiteren Pläne mit diesem Areal bringen.

Bedeutende öffentliche Grünfläche für Hetzendorf

Die politischen Fraktionen - allen voran wir Grüne - setzen sich für den Erhalt der Grünfläche „Hundewiese“ in Hetzendorf ein, gemeinsam haben wir deshalb auch einen Antrag auf Widmung in Grünland eingebracht.

Auch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat die Bedeutung der Hundewiese als Grünraum für den Bezirk anerkannt. Die aufrechte und unbefristet gültige Bausperre auf dem Gelände schützt die Fläche jedenfalls derzeit vor der Bebauung.

Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig hat jedoch noch keine konkreten Pläne im Bezug auf die weitere Nutzung des Areals kommuniziert. Dies ist aber von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Hundewiese.

Die Veranstaltung

 
Etwa 150 Menschen, die meisten davon betroffenen Anrainer_Innen, nutzten die Gelegenheit um bei den Vertreter_Innen der Stadt und der Eigentümer_Innen nachzufragen.
 
Anwesend waren in Vertretung der betroffenen Ressorts der Stadt Wien, Ing. Gerald Wellner für die MA 37 (Bauinspektion) sowie Dipl. Ingin Birgit Hundsdorfer für die MA 21 (Planungsgruppe SÜD). Bedauerlicherweise war für die Eigentümerseite lediglich Mag. Ing. Stefan Janöcker von der Wiener Heim anwesend. Auch Bezirksvorsteherin Fr. Gabriela Votava stand als Auskunftsperson zur Verfügung.
 
Im Namen der gesamten Bezirksvertretung wurde durch die Bezirksvorsteherin bekräftigt, dass sämtliche Fraktionen einen Erhalt der Hundewiese als Grünfläche wollen. Aus Sicht der Stadtplanung, die von Fr. Dipl. Ingin Hundsdorfer vertreten war, besteht für das Areal nach wie vor eine unbefristete Bausperre. Eine Bebauung ist daher derzeit ausgeschlossen. Konkrete Bebauungspläne wurden bislang auch keine an das Ressort herangetragen.
 
Für die Eigentümer meldet sich Mag. Ing. Janöcker zu Wort. Ähnlich wie in dem offenen Brief, der gemeinsam von ARWAG und „Wiener Heim“ verfasst wurde, informiert er darüber, dass sich die Fläche mittlerweile zu 2/3 in privatem Eigentum befindet. Die beiden Bauträger haben einen Teil der Fläche mittlerweile angekauft. Auf dem Gelände hätten Erhaltungsmaßnahmen gesetzt werden müssen. Die ARWAG habe dies, unter Duldung der Miteigentümer, übernommen.

 
Dieser Hinweis führt zu einiger Aufregung bei den Besucher_Innen. Mehrere Wortmeldungen beziehen sich dann auf den errichteten Zaun. Es wird deutlich, dass dieser von den Bürger_Innen als Provokation empfunden wird. Erst recht nachdem Mag. Ing Janöcker die Einbindung der Anrainer_Innen in Aussicht stellt. Aufgrund der gewählten Vorgangsweise werden Befürchtungen geäußert, dass über die Köpfe der Anrainer_Innen hinweg entschieden werden soll.

 
Wir meinen dass eine ernstgemeinte Einbindung der Bürger_Innen anders aussieht.  Als wichtige vertrauensbildende Maßnahme fordern wir daher die Entfernung des Zauns.