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am 9. August

Die Wiener Hitzekarte zeigt, wo Meid­ling Abkühlung braucht

Tanja Grossauer-Ristl, Peter Eschberg - Unter- und Obermeidling sowie Gaudenzdorf sind am stärksten betroffen.

Wetterextreme wie Hitzewellen werden durch die fortschreitende Klimakrise immer häufiger. Unter der Hitze leiden jene Menschen, die in Städten leben, ganz besonders. Asphalt und Beton – nicht zuletzt unter geparkten Autos, wie eine Studievor kurzem belegte – speichern die Wärme, weshalb es auch in der Nacht oft heiß bleibt, das Einschlafen schwer fällt und der Schlaf nicht so erholsam ist. Darunter leiden am meisten jene Menschen, die keinen Zugang zu Abkühlung haben.

Betroffene Grätzl im 12. Bezirk:

Die neue Karte​​ zeigt deutlich, dass im Bereich zum Gürtel und entlang der stark befahrenen Eichenstraße in Richtung Bahnhof Meidling die Hitzebelastungen im Bezirk besonders stark sind. Dort befinden sich Zonen mit geringem Grünraum und breiten asphaltierten Straßen. Es gibt dort auch keine Parks in unmittelbarer Nähe.

Maßnahmen, um die Situation zu verbessern

Wir fordern den Bezirk auf, die Förderangebote der Stadt raschest zu nutzen, und in Begrünungsmaßnahmen zu investieren. Besonders wirkungsvoll gegen Hitze sind Baumneupflanzungen: Gerade entlang stark befahrener Straßen helfen sie, die Situation der AnrainerInnen langfristig zu verbessern und die  CO2-Bilanz der Stadt zu reduzieren. Gleichzeitig muss der Bezirk bei der Pflegebestehender Bäume mehr Druck machen, damit diese die Belastungen der Hitzesommer überstehen. Auch begrünte Pergolen oder Staudenbeete sind für den Bezirk eine Möglichkeit, den öffentlichen (Straßen) Raum zu beschatten. Das Budget für die Förderung von Fassaden- Dach- und Innenhofbegrünungen wurde von der Stadt zuletzt deutlich erhöht. Meidling muss hier endlich aktiv auf HauseigentümerInnen zugehen und auch bei den öffentlichen Gebäuden diese Chance nutzen. Auch Nebelduschen lassen sich relativ einfach und kostengünstig durch eine Umrüstung von Hydranten installieren. Aber auch flache Wasserbecken wie am Meidlinger Platzl tragen unmittelbar zu einer Verbesserung bei.

Langfristig planen und handeln

Bei zukünftigen Bauprojekten im Bezirk, ganz egal, ob es sich um private oder öffentliche Wohnbauten oder Straßenbauprojekte handelt, ist noch viel stärker deren Klimaverträglichkeit zu berücksichtigen.

Dazu gehört auch, Alternativen zum Auto noch stärker und gezielter zu fördern. Beschattete Straßen und Wege fördern auch die Bereitschaft, zu Fuß zu gehen. Gleichzeitig braucht es weitere Maßnahmen, um den Radverkehr attraktiver zu machen.

Selbst aktiv werden​

Die Grünen Meidling haben in diesem Sommer gemeinsam mit BürgerInnen eine Gießinitiative für Meidlings Bäume​ gestartet. Du bist herzlich eingeladen uns dabei zu unterstützen. Kontakt: meidling@gruene.at oder 0680 506 99 25. ​​

Hitzekarte von Wien